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18.01.2015

Asylsuchende in Seeheim-Jugenheim

Bisher gab es bei der Unterbringung von Asylsuchenden in Seeheim-Jugenheim keine Probleme. Ganz im Gegenteil, von Anfang an unterstützten sowohl ein Runder Tisch als auch ein Helferkreis die Menschen in der Gemeineschaftsunterkunft im Balkhäuser Tal. Auch wenn es zwischenzeitlich Wechsel bei den Helfer*innen gab (so kann auch ich leider nicht mehr mitarbeiten), ist die Zahl nicht geringer geworden. Eher im Gegenteil.

Die Unterkunft im Balkhäuser Tal ist aber ausgelastet, ein anderes Gebäude wird benötigt. Dieses Gebäude konnte hat man nun wohl mit dem ehemaligen Seniorenheim „Linde“ gefunden, welches im letzten Jahr geschlossen wurde.
Dieses Gebäude hat mehrere Vorteile. So ist es groß genug, um viele Menschen dort unterbringen zu können, es ist aufgrund der ehemaligen Nutzung auch räumlich ideal und liegt zudem im Ortszentrum, so dass die Menschen integriert werden können und nicht irgendwo außerhalb von Anfang an im Abseits stehen.

Nun regt sich aber scheinbar der erste Widerstand. In den vergangenen Tagen wurde im Umkreis der „Linde“ ein Flugblatt verteilt, in dem verschiedene Punkte angesprochen werden. Oder anders ausgedrückt: In dem Ängste geschürt und Unwahrheiten verbreitet wird.

2015 01 16 Jugenheim Flugblatt Asylsuchende

Hier nun ein kleiner Faktencheck dazu.

300 Asylsuchende in der Linde

Ich gehe davon aus, dass die Ersteller*innen des Flugblattes aus Jugenheim sind. Die Größe des Gebäudes dürfte also bekannt sein und damit auch die ungefähre Anzahl an Menschen, die man dort unterbringen kann. Meines Wissens nach sind es circa 120 Menschen.
Aber wenn man eine Drohkulisse aufbauen will, klingt 120 wohl nicht überzeugend genug. Mit der am Ende geforderten Ehrlichkeit nimmt man es also von Anfang an selber nicht so genau.

Unterbringung in Salamitaktik?

Die Unterbringung der Menschen wird in Etappen erfolgen, richtig. Das war aber schon im Balkhäuser Tal so und dies ist in jeder Unterkunft so. Denn die Verteilung erfolgt auf die verschiedenen Standorte mehr oder wenig gleichmäßig und nicht nach dem Prinzip, erst einmal eine Unterkunft auszulasten und dann zur nächsten zu gehen.
Es halt also überhaupt nichts damit zu tun, dass man damit die Aufregung der Leute bremsen will.

Unterbringung nur in Jugenheim

Dies ist richtig, alle Unterkünfte liegen in Jugenheim.
Aber dies ist einerseits nicht anders möglich, da uns in den anderen sechs Ortsteilen keine Immobilien zur Verfügung stehen, in denen man die Menschen unterbringen kann. Andererseits ist das ganze auch vollkommen egal.
Oder wird Jugenheim damit abgewertet? Man kann vermuten, dass die Ersteller*innen davon ausgehen.

Der Gemeindevorstand sagt nichts

Der Gemeindesprecher Karsten Paettzold ist zwar nicht Gemeindevorstand, aber er betonte am 7. Januar im Darmstädter Echo, dass es zwar Verhandlungen gebe, aber noch keine Vereinbarung gibt. Dies ist meines Wissens nach auch heute noch der Stand.
Es gab also sehr wohl eine öffentliche Verlautbarung. Zudem kann man das Rathaus anschreiben oder anrufen und nachfragen. Ich weiß von mindestens einem Bürger, der dies tat und dem Bürgermeister Kühn antwortete.
Am 10. Febraur wird es zudem eine Bürger*innenversammlung zu diesem Thema geben. Diese Versammlung wird vor der Unterbringung der Asylsuchenden erfolgen.

Wenn man dann im nächsten Abschnitt fordert, dass die Bürger*innen nachfragen sollen frage ich mich, warum man dies nicht selber getan hat (oder einfach nur das Echo liest) und stattdessen anonym (!) einen solchern Flyer erstellt und verteilt.

Asylsuchende bleiben nicht ohne Folgen

Ja, es wird Folgen haben. Aber wenn wir da junge Familien mit Kindern unterbringen wird das auch Folgen haben. Wenn wir es leerstehen lassen, wird das Folgen haben.
Nur welche Folgen meinen die Ersteller*innen? Ich mag zu negativ denken, aber mir kommen da Fomulierungen aus anderen Städten in den Sinn wo davor gewarnt wird, dass da junge Männer kommen und man ja kleine Kinder hat….

Es endet, vom immer wieder gerne genommenen Spruch einer berühmten Persönlichkeit mal abgesehen, mit der Forderung nach Transparenz und Ehrlichkeit.
Wie schon angesprochen und aufgelistet, nimmt man es mit der Ehrlichkeit selber nicht so genau. Und anonym ein Flugblatt zu erstellen ist weder transparent noch ehrlich.
Die Bürger*innenversammmmlung am 10. Febraur bietet Gelegenheit, sich zu informieren und seine Meinung kundzutun. Es wäre schön, wenn sich da die Ersteller*innen des Flugblattes zeigen und mitdiskutieren. Diese Transparenz und Ehrlichkeit erlaube ich mir zu verlangen.

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